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Verzeichnis Lieblingsgedichte

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Theodor Storm (1817 - 1888)

Einen Brief soll ich schreiben

Einen Brief soll ich schreiben
Meinem Schatz in der Fern´
Sie hat mich gebeten
Sie hätt´s gar zu gern

Da lauf ich zum Krämer
Kauf Tint und Papier
Und schneid mir ein´ Feder
Und sitz nun dahier.

ALs wir noch mitsammen
Uns lustig gemacht,
Da haben wir nimmer
Ans Schreiben gedacht.

Was hilft mir nun Feder
Und Tint und Papier!
Du weißt, die Gedanken
Sind allzeit bei dir.

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Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Wenn ich tot bin

Wenn ich tot bin, darfst Du gar nicht trauern.
Meine Liebe wird mich überdauern.
Und in fremden Kleidern dir begegnen.
Und dich segnen
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Georg Trakl (1887-1914)

Rondel

Verflossen ist das Gold der Tage,
Des Abends braun und blaue Farben:
Des Hirten sanfte Flöten starben,
Des Abends blau und braune Farben;
Verflossen ist das Gold der Tage
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Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Ehrgeiz

Ich habe meinen Soldaten aus Blei
Als Kind Verdienstkreuzchen eingeritzt
Mir selber ging alle Ehre vorbei,
Bis auf zwei Orden, die jeder besitzt.

Und ich pfeife durchaus nicht auf Ehre.
Im Gegenteil. Mein Ideal wäre
Daß man nach meinem Tode (grano salis)
Ein Gässchen nach mir benennt, ein ganz schmales
Und krummes Gässchen, mit niedrigen Türchen
Mit steilen Treppchen und feilen Hürchen,
Mit Schatten und schiefen Fensterluken.

Dort würde ich spuken.

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