SpiHellKontur
ak

Lieblingsgedichte

hier geht´s zurück zur Startseite

Ich könnte mich nicht auf ein bestimmtes Gedicht als mein einziges Lieblingsgedicht festlegen - ich mag viele. Etwa monatlich kommt ein neues Beispiel dazu - deshalb werden hier mit der Zeit viele Gedichte zu lesen sein (s. u.).

Mein Lieblingsgedicht für diesen Monat stammt  von
Theodor Storm (1817 - 1888)
Knecht Ruprecht

(bitte hier noch einmal klicken)

Lieblingsgedichte
früherer Ausgaben :

Joachim Ringelnatz:

Ich habe dich so lieb

Theodor Storm:

Die Nachtigall

Friedrich Hölderlin:

Hälfte des Lebens

Matthias Claudius:

Der Mensch

Joseph von Eichendorff:

Mondnacht

Christian Morgenstern:

Drei Hasen

Rainer Maria Rilke

Herbsttag

Theodor Storm

Hyazinthen

Matthias Claudius

Kriegslied

Wilhelm Busch

Fink und Frosch

Joachim Ringelnatz

Ein männlicher Briefmark...

Wolfgang Borchert

Dann gibt´s nur eins!

Detlev von Liliencron

Der Handkuss

unbekannte/r Dichter/in

Wie schön blüht uns der Maien

Heinrich Heine

Die alten, bösen Lieder

Theodor Storm

Juli

Johann Christian Günther

Trostaria

Theodor Storm

Rote Rosen

Theodor Storm

Oktoberlied

Johann Wolfgang von Goethe

Der Zauberlehrling

Theodor Storm

Knecht Ruprecht

Christian Morgenstern

Der Werwolf

Bertold Brecht

Fahrend in einem bequemen Wagen

Joachim Ringelnatz

Seepferdchen

Matthias Claudius

Abendlied

Friedrich von Logau

In Gefahr und großer Not...

Theodor Storm

Abend

Joachim Ringelnatz

Heimatlose

Gottfried Benn

Astern

Joachim Ringelnatz

Die Ameisen

Heinrich Heine

Die Loreley

unbekannte/r Dichter/in

Lügengedicht

Theodor Storm

Über die Heide

Paul Celan

Todesfuge

Hans Leip

Lili Marleen

Hoffmann von Fallersleben

Das Osterei

Wilhelm Müller

Der Lindenbaum

Hugo Ball

Karawane

Joachim Ringelnatz

Nie bist du ohne Nebendir

Novalis

Aus den geistlichen Liedern (6)

Johann Wolfgang  von Goethe

Grenzen der Menschheit

Johann Wolfgang von Goethe

Prometheus

Joseph von Eichendorff

Schläft ein Lied

Theodor Storm

Meeresstrand

Joachim Ringelnatz

Arm Kräutchen

Heinrich Heine

Mein Herz, mein Herz ist traurig

Christian Morgenstern

Der Leu

Joachim Ringelnatz

Wenn ich tot bin

Theodor Storm

Einen Brief soll ich schreiben

Joachim Ringelnatz

Wenn ich tot bin

Georg Trakl

Rondel

Joachim Ringelnatz

Ehrgeiz

 

 

 

Joachim Ringelnatz (1883 - 1934)

Ich habe dich so lieb

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen
Schenken.

Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei - verjährt -
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb

Ich habe dich so lieb.

Verzeichnis Lieblingsgedichte

 

Theodor Storm (1817 - 1888)

Die Nachtigall

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.

Sie war doch sonst ein wildes Kind;
Nun geht sie tief in Sinnen,
Trägt in der Hand den Sommerhut
Und duldet still der Sonne Glut,
Und weiß nicht, was beginnen.

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen
.

Verzeichnis Lieblingsgedichte

hier geht´s zurück zur Startseite
hier geht´s zurück zur Startseite

 

Friedrich Hölderlin (1770-1843)

Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen und wo
Den Sonnenschein
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

Verzeichnis Lieblingsgedichte

hier geht´s zurück zur Startseite

 

Matthias Claudius (1740 - 1815)

 Der Mensch

Empfangen und genähret
 Vom Weibe wunderbar
Kömmt er und sieht und höret
 Und nimmt des Trugs nicht wahr;
Gelüstet und begehret
 Und bringt sein Tränlein dar;
Verachtet und verehret,
 Hat Freude und Gefahr;
Glaubt, zweifelt, wähnt und lehret,
 Hält nichts und alles wahr;
Erbauet und zerstöret
 Und quält sich immerdar;
Schläft, wachet, wächst und zehret;
 Trägt braun und graues Haar,
Und alles dieses währet,
 Wenn´s hoch kommt, achtzig Jahr.
Dann legt er sich zu seinen Vätern nieder
 Und er kömmt nimmer wieder.

Verzeichnis Lieblingsgedichte

hier geht´s zurück zur Startseite

 

Joseph von Eichendorff (1788 -1857)    

                 Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus
Flog durch die stillen Lande
Als flöge sie nach Haus.

Verzeichnis Lieblingsgedichte

hier geht´s zurück zur Startseite

 

Christian Morgenstern (1871 - 1914)          

   Drei Hasen

Drei Hasen tanzen im Mondenschein
im Wiesenwinkel am See:
Der eine ist ein Löwe,
der andre eine Möwe,
der dritte ist ein Reh.

Wer fragt, der ist gerichtet,
hier wird nicht kommentiert,
hier wird an sich gedichtet;
doch fühlst du dich verpflichtet,
erheb sie ins Geviert
und füge dazu den Purzel
aus einem Purzelbaum,
und zieh aus dem Ganzen die Wurzel
und träum den Extrakt als Traum.

Dann wirst du die Hasen sehen,
im Wiesenwinkel am See,
wie sie auf silbernen Zehen
im Mond sich wunderlich drehen
als Löwe, Möwe und Reh.

Verzeichnis Lieblingsgedichte

hier geht´s zurück zur Startseite

 

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist,wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Verzeichnis Lieblingsgedichte

hier geht´s zurück zur Startseite

 

Theodor Storm (1817 - 1888)

Hyazinthen

Fern hallt Musik; doch hier ist stille Nacht,
Mit Schlummerduft anhauchen mich die Pflanzen:
Ich habe immer, immer dein gedacht;
Ich möchte schlafen, aber du musst tanzen.

Es hört nicht auf, es rast ohn Unterlass;
Die Kerzen brennen und die Geigen schreien,
Es teilen und es schließen sich die Reihen,
Und alle glühen; aber du bist blass.

Und du musst tanzen; fremde Arme schmiegen
Sich an dein Herz; o leide nicht Gewalt!
Ich seh´dein weißes Kleid vorüberfliegen
Und deine leichte, zärtliche Gestalt. - -

Und süßer strömend quillt der Duft der Nacht
Und träumerischer aus dem Kelch der Pflanzen.
Ich habe immer, immer dein gedacht;
Ich möchte schlafen, aber du musst tanzen.

Verzeichnis Lieblingsgedichte

hier geht´s zurück zur Startseite

 

Matthias Claudius (1740 - 1815)

        Kriegslied

‘s ist Krieg! s‘ ist Krieg! Oh Gottes Engel wehre,
Und rede du darein!
‘s ist leider Krieg - und ich begehre
Nicht schuld daran zu sein!

Was sollt‘, ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
Und blutig, bleich und blass,
Die Geister der Erschlagnen zu mir kämen
Und vor mir weinten, was?

Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
Verstümmelt und halb tot
Im Staub sich vor mir wälzten, und mir fluchten
In ihrer Todesnot?

Wenn Hunger, böse Seuch‘ und ihre Nöte
Freund, Freund und Feind ins Grab
Versammelten, und mir zu Ehren krähten
Von einer Leich herab?

Was hülf mir Kron‘ und Land und Gold und Ehre?
Die könnten mich nicht freun!
‘s ist leider Krieg - und ich begehre
Nicht schuld daran zu sein!

Verzeichnis Lieblingsgedichte

 

Wilhelm Busch (1832 - 1908):

Fink und Frosch

hier geht´s zurück zur Startseite
busch2 busch3
busch1

Wenn einer,der
mit Mühe kaum,

gekrochen ist auf einen Baum
schon denkt,dass er ein Vogel wär,

so irrt sich der.

Verzeichnis Lieblingsgedichte

hier geht´s zurück zur Startseite

 

.

Möchten Sie sehen, wo ich in den Gedichte-Charts stehe? Dann klicken Sie bitte (außerdem bringt mich Ihr Klick in den Charts weiter nach oben) -------->

ZUR STARTSEITE AKELA KUNZE
charts_gedichte[1] charts_liebesgedichte[1]

Alle Gedichte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit dem Einverständnis der Autoren weiterverwendet werden.